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Tradition

Im Mai des Jahres 1838 eröffnete der Fleischermeister Johann Friedrich Sostmann in Bramsche eine Rind- und Schweine- Schlachterei. Mit zwei Mitarbeitern legte er den Grundstein für eine Firmentradition über inzwischen 6 Generationen. Die traditionelle Herstellung nach überlieferten Rezepten zeichnet die Produkte des Familien-Unternehmens nun schon seit über 175 Jahren aus.

Ursprünglich hatte die Fleischerei Sostmann nur das Ladengeschäft am Betrieb an der Münsterstraße in Bramsche. Mittlerweile sind mehrere Filialen im Großraum Osnabrück dazugekommen.

Durch die Belieferung des Feinkosthandels und der Gastronomie ist die Feinkost-Fleischerei Sostmann seit langen Jahren auch weit über die Grenzen des Landkreises Osnabrück hinaus aufgrund der erstklassigen Fleisch- und Wurstwaren bekannt.

 

Historie der Fleischerei Sostmann Bramsche

Mai 1838 – 1. Generation   Johann Friedrich Sostmann (*9. September 1809 – Sohn des Tuchmachers Carl Wilhelm Sostmann und seiner Frau Anna-Maria) gründet zusammen mit seiner Frau Katharine Elisabeth (geb. Kaiser) eine Schlachterei zunächst am Brückenort in Bramsche

1851   Kauf des heutigen Stammhauses an der Münsterstraße 26

1870 – 2. Generation   Christian Heinrich Sostmann (*31. Mai 1843) und dessen Frau Johanna Marie (geb. Renzenbrink aus Achmer) setzten das Werk fort. Als sie um 1870 herum den Betrieb übernahmen, begann sich gerade das Marktgeschäft zu entwickeln. Zweimal in der Woche fuhr man mit Pferd und Wagen los, um in Osnabrück die Erzeugnisse abzusetzen. Morgens um drei Uhr pflegte die Reise zu beginnen. Damals wurde immer noch mehr in Osnabrück verkauft als in Bramsche, wo die Hausschlachterei noch in hoher Blüte stand. Es gab noch keine Kühlhäuser, das Fleisch wurde möglichst schnell und in großen Stücken von zehn bis zwanzig Pfund verkauft. Den Bramschern wurde eine frische Schlachtung zu jener Zeit jeweils dadurch angezeigt, dass man den Kopf des Tieres vor dem Hause aufhängte. Vorwiegend waren es Rinder und Kälber, dagegen nur wenig Schweine, die zur Schlachtung kamen.

1890   Der erste Gasmotor zum Betrieb des Fleischwolfes wird angeschafft

1891   Neubau des Schlachthauses an der Münsterstraße

ca. 1895 – 3. Generation   Mit Friedrich Wilhelm Sostmann (*10. November 1874 – verheiratet mit Julie Karoline, geborene Surendorff aus Bramsche) übernahm die dritte Generation den Betrieb. Der Markt in Osnabrück wurde von ihnen noch bis 1910 regelmäßig beliefert. In diesem Jahre machte dann ein Bruder von Friedrich Wilhelm in der benachbarten Hasestadt eine eigene Fleischerei auf. Schon vor 1890 wandte sich der Bramscher Betrieb dem Versandgeschäft zu. Bald waren Sostmanns Schinken weit im Lande bekannt.

1931   Neubau des jetzigen Geschäftsvorderhauses an der Münsterstraße

1937   Vergrößerung des Schlachthauses

1940 – 4. Generation   Adolf Sostmann (*26.November 1911) und seine Frau Else, geborene Kuhlmann, aus Bramsche, übernahmen im Jahre 1940 die Fleischerei. Adolf Sostmann hatte schon 1935 in Osnabrück seine Meisterprüfung abgelegt. Nachdem der zweite Weltkrieg überstanden war, begann unter seiner Regie vor allem ein Ausbau des Versandgeschäftes.

1950er/60er   Zu den ständigen Kunden des Unternehmens gehören unter anderem das weltbekannte Hotel "Schneefernerhaus" auf der Zugspitze und das "Stern-Hotel" in Bonn, Hotel "Europahof" in Königswinter am Rhein, um nur einige wenige Namen herauszugreifen. Der Versand erfolgt in alle Teile des Bundesgebietes.

1955   Moderner Ausbau des Schlachthauses mit neuzeitlichem Maschinenpark

1962 – 5. Generation   Jürgen Sostmann (*23. Juli 1942) erhält beim Bundes-Leistungswettbewerb der Handwerksjugend als zweitbester Prüfling Deutschlands einen Ehrenpreis

1966   Jürgen Sostmann und seine Frau Heidemarie (geb. Bartsch) lenken den Betrieb offiziell seit 1966

1960er/70er   Die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels wird ausgebaut – es werden erste Filialen eröffnet

1978   Kauf der Fleischerei Möller an der Hemkerstraße – aus Platzgründen verlagert die Fleischerei Sostmann das Schlachten nun an diesen Standort. Sostmann sieht in der hauseigenen Schlachtung einen deutlichen Qualitäts- und Frischevorteil. Ebenso eröffnet man in diesem Gebäude eine Filiale.

1979/80   Ausbau der neuen Zerlegung an der Münsterstraße

1980er/90er   Heidemarie Sostmann führt den hochwertigen Partyservice im Unternehmen ein

1984   Eröffnung der neuen Feinkost-Fleischerei am Brückenort

1992   Sostmann entscheidet sich weiterhin kein Industriebetrieb zu werden, sondern seine handwerklichen Strukturen zu behalten. Daher wird der Um- und Anbau des Betriebes für die erforderliche 3fache EU-Zulassung am Stammhaus an der Münsterstraße in der Innenstadt vollzogen. Sostmann ist damit einer der ersten Handwerksbetriebe in Deutschland, die diesen Standard umsetzen.

1996 – 6. Generation   Christian Sostmann (*14. November 1974) schließt seine Fleischer-Gesellen-Prüfung mit einem Ehrenpreis des Landes NordrheinWestfalen ab

2002   Christian Sostmann – Dipl. Betriebswirt und Fleischermeister – steigt in das Unternehmen ein. Seit 2010 ist auch seine Frau Dorothee (geb. Farwick aus Lüdinghausen) im Unternehmen tätig.

2002   Erweiterungsbau des Geschäftshauses an der Münsterstraße – Neubau des Hauptgeschäftes zu einem modernen Feinkost-Fleischerei/Bäckerei-Kombi-Fachgeschäft, das auch überregional Beachtung findet

2006   Sostmann wird offizieller Förderer der Organisation Slow Food

2007   Die Zeitschrift "DER FEINSCHMECKER" empfiehlt die Feinkost-Fleischerei Sostmann als eine "der besten Metzgereien Deutschlands"

2008   Sostmann setzt sich für die Erhaltung der traditionellen Haus-Schweinerasse "Bunte Bentheimer" ein und erhält das BIO-Siegel

2008   Eröffnung der Filiale in Georgsmarienhütte/Oesede – neu: mit modernem Gastronomiekonzept

2012   Sostmanns luftgetrocknete Mettwurst vom Bunte Bentheimer Schwein wird zum "Niedersächsischen Botschafter" als besonderes Produkt aus Niedersachsen gewählt und daher unter anderem in der deutschen Botschaft in London oder auch im Präsidenten-Schloss Bellevue in Berlin gereicht.

Mai 2013 – 175jähriges Firmenjubiläum   Sostmann setzt als handwerklicher Familienbetrieb seinen Fokus weiter klar auf die Region Osnabrück. Die eigene Schlachtung mit Vieh von Bauern aus der regionalen Landwirtschaft wird weiter als wichtiger Qualitäts- und Frischevorteil gesehen. Die Belieferung des regionalen Lebensmittel-Einzelhandels spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Sostmann-Spezialitäten findet man vereinzelt auch in überregionalen Feinkost-Fachgeschäften und der Topgastronomie. So beliefert man heute eine der bekanntesten Fleischereien in Hamburg, eine Feinkostkette aus der Lüneburger Heide oder die Gastronomie der Autostadt Wolfsburg.

 

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